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HABICHTSWALDKLINIK
Abteilung Onkologie
Die integrative
Onkologie vereint universitäre Medizin,
Naturheilkunde und Psychoonkologie
Unser
Informationsservice zum Thema:
Laktoseintoleranz ©
Laktose
= Milchzucker (Disaccharid / Zweifachzucker: Glukose + Galaktose)
1. Primäre
Laktoseintoleranz
|
Definition:
Angeborene
Laktoseintoleranz durch einen Laktasemangel (Enzym welches Laktose
im Dünndarm spaltet). Die Form der Laktoseintoleranz tritt sehr früh
nach der Geburt auf und ist selten.
Folgen:
Fehlt die
Laktase im Dünndarm wird die in der Nahrung enthaltene Laktose nicht
mehr aufgespalten (Glucose + Galaktose) und gelangt unverdaut in den
Dickdarm.
Hier wird sie
bakteriell abgebaut, wobei Wasserstoff entsteht.
Hieraus
resultieren Völlegefühl, Blähbauch, Blähungen, Aufstoßen, Erbrechen,
Durchfälle, Bauchschmerzen und Krämpfe.
Therapie:
Die Therapie
besteht aus einer laktosefreien evtl. –armen Kost, die sich an der
individuellen Laktosetoleranz des Patienten orientiert.
Häufig werden
z.B. lang gereifte Käsesorten wie Emmentaler + Parmesan gut
vertragen. |
2. Sekundäre
Laktoseintoleranz
|
Definition:
Diese Form der
Laktoseintoleranz ist ein im Laufe des Lebens erworbenes
Krankheitsbild. Es kommt zu einer verminderten Enzymaktivität des
Enzyms Laktase.
Die Laktose
gelangt in den Dickdarm und wird von den Bakterien fermentiert.
Folgen:
Die Symptome
dieser Erkrankung sind zu vergleichen mit denen, der primären
Laktoseintoleranz; z.B.: Geblähter Bauch, Unter- u.
Oberbauchschmerzen.
Therapie:
Der Verzehr von
laktosehaltigen Lebensmitteln wird stark eingeschränkt und an die
Toleranz des Patienten angepasst.
Häufig werden
lang gereifte Käsesorten (z.B.: Emmentaler, Chester, Parmesan),
Buttermilch, Joghurt und Quark, Butter, saure Sahne vertragen.
Faustregel:
-
Je
ausgereifter der Käse, desto geringer der Laktosegehalt
-
gesäuerte
Milchprodukte werden von einigen besser toleriert
|
Milchzucker (Laktose) findet man in erster Linie, wie der Name schon aussagt, in
der Milch vor, ebenso in Milchprodukten und auch in Fertiggerichten.
Es
folgt eine Aufstellung von Lebensmitteln, die Laktose enthalten bzw. enthalten
können und von daher empfiehlt es sich, den Verzehr entsprechender Lebensmittel
zu vermeiden oder deren individuelle Verträglichkeit auszutesten.
|
Laktosefrei |
Laktosehaltig
nicht empfohlen |
Laktosehaltig
bedingt
geeignet |
| Obst /
Fruchtsäfte |
Milch (alle
Fettstufen) von Kuh, Schaf, Ziege, Pferd |
Butter |
| Gemüse /
Gemüsesäfte |
Milchprodukte
wie:
Buttermilch, Trinkmolke, Dickmilch |
Sahne, saure
Sahne, Schmand, Creme fraiche |
|
Kartoffeln /
Getreide /
Quinoa / Amaranth / Buchweizen |
aus frischer
Konsummilch /
Trockenmilchpulver hergestellten Produkte wie:
Milchmixgetränke, Kakaogetränke, Kondensmilch (alle Fettstufen),
Milchpulver, Pudding / Flammeri, Milchreis, Aufläufe, Speiseeis,
Quarkspeisen etc. |
Kefir,
Joghurt |
|
Hülsenfrüchte /
Sojaprodukte (Tofu, Tempeh, Sojasaucen, Sojamilch, -sahne etc.) |
Schokolade,
Nougat, Pralinen |
|
| Nüsse /
Samen |
Sauermilchkäse,
Frischkäse, Weich-, halbfester Schnitt-, Hartkäse |
Hartkäse
(Emmentaler, Chester, Parmesan) |
| Fleisch /
Geflügel / Fisch |
Fertiggerichte.
Instanterzeugnisse, Süßigkeiten werden oft aus Geschmacksgründen
oder lebensmitteltechnologischen Gründen
Milchbestandteile oder Laktose zugesetzt
®
Zutatenliste lesen! |
|
| Eier |
Präparate, die
zur Energieanreicherung, zur Gewichtszunahme, oder zum Aufbau von
Muskelmasse, bzw. zur Gewichtsabnahme z.B.: Tagesdosis Palenumâ
= 32g Laktose / Molat = 14g Laktose / Slim Fast 59-73g Laktose etc. |
|
|
Zucker / Honig /
Reismalz /Ahornsirup
|
Brot +
Backwaren:
Milchbrötchen, -stuten, -knäcke, Kuchen, Gebäck, Waffeln,
Crèmetorten, Bienenstich, Puddingschnecken |
|
Wenn auf der Zutatenliste
folgendes steht, ist Laktose enthalten:
Milchpulver (z.B.
in Fertigsuppenpulver) Milchzucker (z.B. in Fertigsaucen)
Laktose (z.B. in
Süßstofftabletten) Molkenpulver (in Milchschokolade)
Mit
den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
©
Dr. Jutta Hübner,
Onkologie

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weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht
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Aktualisiert: Juni 2010
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