HABICHTSWALDKLINIK
Abteilung Onkologie

Die integrative Onkologie vereint universitäre Medizin,
 Naturheilkunde und Psychoonkologie

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Fatigue ©

Schwächezustand bei Krebserkrankung und/oder Krebstherapie

 

Fatigue: Einleitung

Fatigue bedeutet wörtlich übersetzt Erschöpfung. In der Onkologie wurde dieser Begriff ins Deutsche übernommen, um einen besonderen Zustand der Schwäche zu beschreiben, den Patienten durch die Erkrankung selbst oder durch die Therapie erleben. Der Anteil der Patienten, die Symptome von Fatigue aufweisen, wird je nach Therapie und Publikation unterschiedlich angegeben. Die Zahlen variieren zwischen 10-15 und 65-80 %.

Fatigue ist die häufigste Nebenwirkung einer Krebstherapie, häufiger als die wesentlich bekanntere Übelkeit.

Circa die Hälfte aller betroffenen Patienten ist in den täglichen Routinearbeiten beeinträchtigt.

Fatigue ist eine subjektive Erfahrung. Dies bedeutet, dass nur der jeweils Betroffene wirklich wahrnehmen kann, was Fatigue bedeutet. Es gibt keine Standarddefinition, sondern nur eine Beschreibung der vielfältigen Symptome. Charakteristisch ist, dass Fatigue im Gegensatz zur Ermüdung durch Ruhephasen oder Schlaf nicht vollständig verschwindet.

Nicht nur die Ausbreitung der Fatigue, sondern auch der zeitliche Verlauf ist von Patient zu Patient, aber auch von Chemotherapie zu Chemotherapie unterschiedlich. Bei vielen Patienten spielen außerdem vorbestehende Begleitumstände und nicht zuletzt auch die soziale Situation eine Rolle. Patienten mit einer guten familiären Unterstützung klagen oft weniger über Symptome als Alleinstehende

Symptome der Fatigue

Fatigue beschreibt einen Zustand verminderter Energie und erhöhter Ruhebedürftigkeit, der nicht von der vorangegangenen körperlichen oder geistigen Anstrengung abhängig ist. Die Ausprägung der Symptome kann stark variieren von leichter Erschöpfung bis zu schweren Beeinträchtigungen.

Fatigue kann einhergehen mit einer allgemeinen körperlichen Schwäche, verminderter Konzentrationsfähigkeit, Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, vermindertem Interesse an den üblichen Aktivitäten, erhöhtem Schlafbedürfnis, aber auch Schlafstörungen, Schwierigkeiten bei der Erledigung der täglichen Aufgaben und lang anhaltendem Unwohlsein nach körperlichen Anstrengungen.

Fatigue führt hierdurch zu einer erheblichen Verminderung der Lebensqualität der Patienten. In ausgeprägten Fällen ist es ihnen kaum noch möglich, an sozialen Aktivitäten teilzunehmen, auch die Selbstversorgung im Alltag kann erschwert sein.

Fatigue muss abgegrenzt werden von vorbestehenden körperlichen Erkrankungen oder begleitenden psychiatrischen Krankheitsbildern wie schweren Depressionen.

Fatigue zu messen ist schwierig, mittlerweile stehen aber mehrere Fragebögen zur Verfügung, die Messinstrumente für die beim einzelnen Patienten vorliegende Ausprägung der Fatigue darstellen. In Europa wird besonders häufig der FACT- Fatigue verwendet.

Fatigue: Ursachen 

Das Auftreten von Fatigue ist nicht von der Intensität oder Schwere der Chemo- oder Strahlentherapie abhängig. Es gibt Patienten mit sehr intensiven Therapien, die nur kurze Zeit oder wenig Fatigue verspüren und umgekehrt Patienten, die nach relativ leichten Therapien erhebliche Probleme haben

Auch Immuntherapien wie Interferon und Interleukin oder eine Bestrahlung können zu ausgeprägten Fatigue -Erscheinungen führen, die sogar eine Reduktion der Dosierung erforderlich machen können.

Vermutlich gibt es verschiedene Mechanismen, die die Entstehung des Fatigue -Syndroms bewirken.

Eine häufige Ursache von Fatigue ist eine Blutarmut oder sog. Anämie, hierbei werden zu wenig rote Blutkörperchen mit dem Sauerstoffträger Hämoglobin gebildet.

Eine vermutete Ursache ist die Freisetzung von Zytokinen unter der Therapie. Taxane wie Taxol und Taxotere oder Vinkaalkaloide wie Vincristin, Vinblastin und Navelbine führen unter anderem durch eine Schädigung von Nerven (Neurotoxizität) zu Fatigue. Unter Cisplatin kann es beim Absinken von Magnesiumspiegeln im Blut und eine gleichzeitig entstehende Nervenschädigung ebenfalls zu Fatigue -Symptomen kommen.

Stress und Überforderung können die Symptome verstärken.

Einige Medikamente, die bei Krebspatienten eingesetzt werden wie z. B. bestimmte Schmerzmittel verursachen ebenfalls eine Müdigkeit. Die Symptomatik bessert sich jedoch in vielen Fällen, wenn die Medikation einige Tage konsequent eingenommen wird.

Auch durch die Tumorerkrankung oder ihre Therapie hervorgerufene Hormonmangelerscheinungen können zu Müdigkeit und Schwächezuständen führen, dies gilt nicht nur für die Geschlechtshormone, sondern auch für die Hormone der Schilddrüse und der Nebenniere, sodass zu einer umfangreichen diagnostischen Abklärung auch die Überprüfung dieser Laborwerte gehört.

Fatigue: Prognose

Fatigue ist in vielen Fällen gut behandelbar, auch spontan bilden sich die Symptome häufig wieder weitgehend oder ganz zurück. Einige Patienten klagen jedoch über Monate und Jahre anhaltend über Erschöpfungszustände, die sie in ihrem täglichen Leben oder gar in der Berufsausübung erheblich beeinträchtigen.

Fatigue: Prävention

Eine Prävention ist derzeit nur in Ansätzen möglich, da viele Mechanismen noch nicht verstanden sind. Sinnvoll ist eine engmaschige Überwachung des Blutbildes und rechtzeitige Intervention bei einem Abfall des roten Blutfarbstoffes. Hierfür können Wachstumsfaktoren für die roten Blutkörperchen (Erythrocyten), das sogenannte Erythropoeitin oder evtl. auch Transfusion eingesetzt werden.

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist ein körperliches Training, welches möglichst frühzeitig begonnen werden sollte. Hierbei kommt es nicht auf hohe körperliche Leistungen an, sondern das Training sollte in einem individuell gut zu bewältigen Rahmen stattfinden.

Bereits nach einer Operation und während einer Chemotherapie oder Bestrahlung können gezielte körperliche Übungen eingesetzt werden.

Auch die Frage, ob durch diese Einnahme Fatigue symptome gelindert werden können, ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig gesichert. Trotzdem wünschen sich viele Patienten eine sogenannte orthomolekulare Nahrungsergänzung, die in erfahrenen Händen, unter Berücksichtigung der potentiellen Wechselwirkungen mit der Chemotherapie oder Bestrahlung, sinnvoll ist, insbesondere wenn es durch die Tumorerkrankung oder die Therapie zu einer Mangelernährung gekommen ist.

Fatigue: Therapie 

Patienten, die Symptome eines Fatigue -Syndroms aufweisen, sollten sorgfältig körperlich untersucht werden, um zugrundeliegende therapierbare Ursachen zu entdecken. Hierzu gehören eine gezielte Therapie einer vorliegenden Blutarmut (Anämie), die Therapie einer evtl. bestehenden Depression oder von Schlafstörungen.

Entscheidend ist, dass der Patient lernt, seine eigenen Kräfte einzuschätzen und selber über den Tag gut einzuteilen. Dies bedeutet auch die regelmäßige Unterbrechung durch Ruhephasen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass ausreichend geschlafen wird.

Zur Verbesserung der Schlafrhythmen tragen neben einem Eingehen auf den natürlichen Tagesrhythmus des Patienten, was in vielen Kliniken aufgrund der Stationsabläufe leider nicht möglich ist, auch Maßnahmen aus der Schlafhygiene bei. In besonderen Fällen ist auch der Einsatz von Schlafmitteln denkbar.

Zahlreiche Studien haben mittlerweile belegt, dass die vor Jahren bereits in der Sonnenberg- und dann in der Habichtswald-Klinik propagierte Sporttherapie mit Krebspatienten entscheidend zur Verbesserung der Fatigue -Symptomatik beitragen kann.

Eine gezielte Sporttherapie führt auf mehreren Wegen zu einer Steigerung der Belastbarkeit. Hierzu gehören die positiven Einwirkungen auf das blutbildende Knochenmark ebenso wie die Trainingsreize für das Herzkreislaufsystem und die Muskulatur. Letzteres wirkt insbesondere der durch bei manchen Therapien erforderlichen Cortisontherapie hervorgerufenen Muskelschwäche (Myopathie) entgegen. Ebenso wie durch eine gezielte sportliche Trainingstherapie können über Konzentrations- und Gedächtnisübungen positive Reize gesetzt werden.

Körperliche Schwäche wird auch hervorgerufen durch einen schlechten Ernährungszustand, der sowohl durch die Krebserkrankung selbst als auch durch die Therapie und ihre Folgeerscheinungen hervorgerufen werden kann. Auf die ausreichende Kalorienzufuhr und eine ausgeglichene Ernährung sollte auch während einer Therapie geachtet werden. In einzelnen Fällen ist die normale Nahrungsaufnahme durch eine intravenöse Ernährung, durch die Gabe von hochkonzentrierten Nahrungsmitteln („Astronautenkost“) oder auch durch eine Ernährung über die Venen zu ergänzen.

Die Frage, ob durch diese Einnahme Symptome der Fatigue gelindert werden können, ist wissenschaftlich noch nicht gesichert. Trotzdem wünschen sich viele Patienten eine sogenannte orthomolekulare Nahrungsergänzung, die dann in erfahrenen Händen, unter Berücksichtigung der potentiellen Wechselwirkungen mit der Chemotherapie oder Bestrahlung, sinnvoll ist, wenn es durch die Tumorerkrankung oder die Therapie zu einer Mangelernährung gekommen ist. Nahrungsmittelergänzungen mit Vitaminen und Spurenelementen werden häufig empfohlen.

Medikamentös stehen zur Therapie der Fatigue im schulmedizinischen Bereich Cortisonpräparate, Gestagenpräparate und Psychostimulantien (Methylphenidat, Ritalin®) zur Verfügung. Der Einsatz von Ritalin ist umstritten und wird aktuell in einer Studie erforscht. Zum Teil werden hierzu auch gezielt Antidepressiva eingesetzt.

In der Naturheilkunde wird die Gabe von zwei natürlichen Molekülen des Energiestoffwechsels der Zelle diskutiert, die normalerweise von Körperzellen ausreichend selber hergestellt werden: Carnitin und Coenzym Q10. Ob sie wirklich helfen, ist noch unklar. Evtl. lohnt sich aber der Versuch. Während der Chemotherapie sollten sie nur nach Rücksprache mit dem Onkologen eingenommen werden, da sie evtl. die Wirkung der Chemotherapie beeinflussen können. 

Im Jahr 2007 zeigte eine Studie, dass Ginseng eine gute Therapiemöglichkeit darstellt.

Fatigue und Schmerz können bei Krebserkrankungen gemeinsam vorkommen. Ungenügend therapierter Schmerz wird eine Fatigue -Symptomatik verstärken. Leider führt auch der Einsatz bestimmter Schmerzmittel (sog. Opiate) zumindest in der Einstellungsphase zu einer erhöhten Müdigkeit, so dass viele Patienten versuchen, diese Therapie zu vermeiden. Wichtig ist genügend Geduld in der Auswahl der richtigen Schmerzmittelkombination und der Hinweis an den Patienten, dass die Müdigkeit sich in vielen Fällen nach einer kurzen Phase der Gewöhnung bessert.

Eine vorläufige Studie zeigt, dass in ausgewählten Fällen über eine gezielte Akupunktur Fatigue -Symptome gelindert werden können.

Bei schwer kranken Patienten wurde in einer klinischen Studie hochdosiertes Vitamin C als Infusion eingesetzt. Unsere Erfahrungen mit dieser Therapie sind, dass es einigen Patienten helfen kann. Allerdings sollte man die Erwartungen nicht zu hoch setzten. Die Infusionen dürfen nicht bei einer Strahlentherapie gegeben werden und bei einer laufender Chemotherapie ist eine gute Abstimmung erforderlich.

Fatigue: Ganzheitlicher Therapieansatz in der Habichtswald-Klinik 

Patienten mit Anzeichen einer Fatigue bieten wir ein ganzheitliches Therapiekonzept an. Dies umfasst alle oben erläuterten Therapiemöglichkeiten in einer individuellen Zusammenstellung.

Im ärztlichen Gespräch und evtl. erforderlichen Untersuchungen werden zunächst zugrunde liegende Ursachen gesucht und ggf. gezielt therapiert. Dann definieren wir gemeinsam mit dem Patienten die Symptomatik möglichst genau und leiten daraus die Schwerpunkte der Therapien ab.

Im Rahmen einer gezielten Krankengymnastik und Sporttherapie erfolgen an den jeweiligen Kräftezustand angepasste Übungen als Einzeltherapien oder in Gruppen, in denen gleichzeitig über den Gedankenaustausch und die Freude am gemeinsamen Erleben positive Impulse entstehen.

In der Bäder- und Massageabteilung können einzelne Symptome aus dem Komplex der Fatigue -Erkrankung gezielt therapiert werden, außerdem tragen Reflextherapien wie z. B. die Fußreflexzonenmassage oder die Akupunktmassage zu einer Besserung der Symptomatik bei.

Im Rahmen einer Ergotherapie bieten wir gezielte Übungen für die Konzentrations- und Gedächtnisleistung an.

Ein wesentlicher Schwerpunkt besteht in einer gezielten Ernährungstherapie und, wenn gewünscht, engen Betreuung der Patienten durch unsere Diätassistentinnen, wobei neben der Vollwertkost auch eine Vitalkost und verschiedene Diätformen zur Verfügung stehen. Bei Defiziten im Ernährungsbereich bieten wir unseren Patienten neben hochkonzentrierten Nährstofflösungen („Astronautenkost“) auch Ernährungen über die Vene an. Eine griechische Studie wies den positiven Effekt von Fischöl nach, sodass in unserer Küche Fisch eine Rolle spielt und wir zusätzlich in ausgewählten Fällen auf eine medikamentöse Zufuhr zurückgreifen.

Ist es in der Folge einer Chemotherapie zu Mangelerscheinungen gekommen, so kann durch eine Nahrungsergänzung mit ausgewählten Vitaminen und Spurenelementen in einer angepassten Dosierung ein Ausgleich erzielt werden.

Bei einigen Patienten verwenden wir auch die beiden für die Energiebereitstellung und Muskelkraft wichtigen Substanzen Coenzym Q10 und Carnitin oder Vitamin C-Infusionen. 

Ginseng stellt eine andere gute Therapiemöglichkeit dar. Da dieser Pflanzenextrakt aber ein Phytoöstrogene ist, ist diese Therapie keine Möglichkeit für Patientinnen mit hormonabhängigem Brustkrebs.

Ausführlich beraten wir Patienten mit Schlafstörungen und unterstützen sie primär in ihrem Wunsch nach einem natürlichen Schlaf. Dies beinhaltet den gezielten Einsatz von Entspannungsverfahren wie Autogenes Training oder Progressiver Muskelrelaxation und den Einsatz von schlaffördernden pflanzlichen Wirkstoffen wie z. B. Baldrian, Hopfen, Lavendel.

Eine gezielte psychoonkologische Begleitung der Patienten unterstützt bei der Verarbeitung der Krankheit und der aus ihr resultierenden Einschränkungen und erleichtert unseren Patienten dadurch die Rückkehr in das Alltagsleben.

Wir bemühen uns, unsere Patienten so gezielt wie möglich auf zu Hause vorzubereiten, dies umfasst auch eine Sozialberatung, die Vermittlung von Pflegediensten und häuslicher Hilfe.

Wo immer möglich, versuchen wir, Angehörige oder Freunde in die Beratungen und die Planungen für zu Hause einzubeziehen. Ziel ist es, dem Patienten Mut zu machen, Hilfe nicht nur anzunehmen, sondern, wo notwendig, auch gezielt einzufordern.

Viele unserer Patienten verlassen die Klinik nach einer Rehabilitationsmaßnahmen in einem deutlich gekräftigten Zustand mit dem Ziel, den hier beschrittenen Weg zu Hause weiterzuverfolgen. In einigen Fällen müssen wir uns mit dem Patienten gemeinsam jedoch auch der Realität stellen, das eine wesentliche Verbesserung z. B. bei fortschreitender Erkrankung nicht zu erreichen ist.

Fatigue: Was können Sie selber tun? 

Spüren Sie selber ein Fatigue -Syndrom, so ist es ganz wichtig, dass Sie lernen, Ihre eigenen Kräfte einzuschätzen und Ihre Aktivitäten über den Tag hinaus entsprechend zu planen. Für unbedingt notwendige Arbeiten, z. B. im Haushalt oder beim Einkaufen, sollten Sie - wo nötig - Hilfe in Anspruch nehmen. Alle Aktivitäten sollten sorgfältig geplant werden und jeder Tag sollte auch Aktivitäten enthalten, auf die man sich freut.

Früher wurde Patienten mit Krebserkrankungen und Fatigue -Symptomen ausgedehnte Bettruhe empfohlen. Heute ist bekannt, dass der geeignete Wechsel von aktiven Phasen, kurzen Sportphasen und Ruhephasen wesentlich schneller zu einer Erholung des Patienten führt.

Wenn Sie ein kleines Sporttraining durchführen wollen, so sollten Sie darauf achten, zu welcher Tageszeit es Ihnen am leichtesten fällt. Bei Sportaktivitäten sollten Sie in Phasen, in denen Ihr Immunsystem durch eine Chemotherapie gestört ist, Sport in Gymnastikhallen, Sporthallen und Fitness-Studios vermeiden.

Während einer Bestrahlungstherapie sollten Sie Schwimmen in chlorhaltigem Wasser vermeiden.

Soweit die Therapie dies zulässt, sollten Sie auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten, wobei insbesondere bei einer Blutarmut die ausreichende Zufuhr von Eisen und Vitamin B12 wichtig ist. Sollten Sie sich für eine vegetarische Kost entschieden haben, so achten Sie ganz besonders auf die ausreichende Zufuhr dieser Nahrungsbestandteile. Essen Sie kleinere, häufigere Mahlzeiten und achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, jedoch ohne hierdurch Mahlzeiten zu ersetzen.

Haben Sie den Eindruck, dass Ihre Ernährung nicht ausreichend ist, so sollten Sie mit Ihrem Arzt über Nahrungsergänzungsmittel in Form von Vitaminen und Spurenelementen und Astronautenkost sprechen.

Zur oben erwähnten Schlafhygiene gehören genügender Abstand von vorausgegangenen Mahlzeiten oder körperlichen Anstrengungen, eine herabgesenkte Raumtemperatur, Geräuscharmut, Verdunkelung.

Bei ausgeprägten Schwächezuständen sollten Sie darauf achten, dass in Ihrer Wohnung keine Situationen entstehen, die zu Stürzen führen können. Achten Sie also insbesondere auf Treppenabsätze, Treppenstufen, Teppichkanten.

Trotz aller Erschöpfung sollte man es vermeiden, sich völlig von Angehörigen und Freunden zurückzuziehen. Die Befürchtung, anderen eine Last zu sein, ist zwar eine deprimierende Vorstellung, gleichzeitig kann es für Angehörige und Freunde jedoch ein gerne gesehenes Zeichen sein, helfen zu dürfen.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
 © Dr. Jutta Hübner, Onkologie

Animationen animierte Augen

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Aktualisiert: Juni 2010

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